Kommen wir an dieser Stelle auf einen Aspekt zu sprechen, der irgendwie immer eine wichtige Rolle auf Reisen spielt. Geht es für viele nicht darum, Erinnerungen, Eindrücke, Kuriositäten oder nur Perspektiven zu konservieren, dauerhaft zu bewahren (allerdings sehr schwierig in den schnelllebigen, digitalen Zeiten), andere an diesen Dingen partizipieren zu lassen?

Hehre Ziele, zumal, wenn die Ambivalenz zwischen minimalstem Gewicht und maximaler Bildqualität nivelliert werden soll.

Ok, ok! Nivellierung ist unmöglich. Wer Qualität möchte, schleppt eben mehr. Dennoch haben wir für unser Vorhaben eine Fotoausrüstung zusammengestellt, die aus unserer Sicht einen guten Kompromiss zwischen beiden Ansprüchen darstellt.

Das Stichwort heißt: Systemkamera, genauer: Sony a6000. Mit der umfangreichen Ausstattung dieser genialen Apparatur wollen wir hier nicht langweilen. Vielmehr sollen hier nur die Spezifikationen genauer hervorgehoben werden, die für unseren Tripp und dessen qualitativ hochwertige Visualisierung wichtig erscheinen. Fangen wir an!

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Das Gewicht:

Die Kamera wiegt mit der 30 mm /f2.8 Festbrennweite von Sigma gerade einmal 500 Gramm! Geradezu nichts im Vergleich zu einer digitalen Spiegelreflexkamera(DSLR), die, ist man optimistisch, circa das Dreifache Doppelte (kritische Hinweise werden gern entgegen genommen  🙂 ) auf die Waage bringen dürfte. Das Geniale dabei: Die a6000 hat den gleichen Bildsensor verbaut, wie übliche DSLRs – natürlich abgesehen von Vollformatvarianten, die hier außenvor bleiben sollen. Ein Drittel des Gewichtes bei mindestens gleicher Bildqualität??? Gekauft!!!!

Die Größe:

Zudem ist die Größe der Kamera nicht allzu weit entfernt von einer Kompaktkamera. Dieser Umstand macht es möglich, die Kamera quasi immer dabei zu haben, ohne stärker aufzufallen.

Die Bedienung:

Kommt man aus der DSLR-Fotografie, muss man bei diesem Gerät auf nichts verzichten, denn die Variations- und Einstellmöglichkeiten sind ebenso umfangreich wie auch von den Abläufen gleich.

Genial für uns: Die Bilder können via Wi-Fi auf das Tablet übertragen und dort dann weiter für den Blog aufbereitet werden. Bereits nach wenigen Tagen habe ich diese Funktion lieben gelernt, macht es doch dieses ständige Kartenentnehmen oder Kabelanschließen völlig überflüssig, wenn man „mal eben“ seine Bilder betrachten oder teilen will.

Die Qualität:

Was soll ich sagen – genial. Die Kamera kann natürlich neben JPEG auch in RAW fotografieren. Allerdings ist die interne Bearbeitung der JPEGs, bei zudem vorhandenen individuellen Gestaltungsmöglichkeiten, so gut, dass eine Nachbearbeitung am Rechner entfallen kann. Bei Einhaltung elementarer Fotografieregeln kommen überwiegend tolle Bilder zustande.

Das liegt natürlich auch an den hier verwendeten Linsen. Zum Einsatz kommen zwei lichtstarke Festbrennweiten. Zum einen das oben angesprochene Sigma und zum anderen das 50mm/f1.8 von Sony. Beide Objektive liefern schon bei Offenblende schön ausgewogene und scharfe Bilder.

Zudem haben wir uns für Festbrennweiten entschieden, weil sie durch die fehlende Zoommöglichkeit die Arbeit zur Perspektivgewinnung in die Füße verlagern, uns laufen lassen und wir so gezwungen sind, bewusster zu fotografieren. Erfolgreich erproben konnten wir diesen zoomfernen Ansatz bereits dieses Jahr in Schweden und eins haben wir festgestellt: Es macht Spaß und wir hatten tatsächlich 2/3 weniger Bilder 🙂

Ob der Brennweitenbereich ausreicht, werden wir noch prüfen, gleichwohl sich das 30mm als „Immerdrauf“ eigentlich sehr gut bewährt hat.

Sehr leicht und kompakt sind die Linsen beide, sodass sich das Gesamtsystem (sprich Kamera, beide Objektive und der Ersatzakku) insgesamt unter einem Kilogramm bewegt, und das für eine vollwertige Fotoausrüstung. Es lebe der Fortschritt!

Bewegte Bilder:

Nur kurz: Die Kamera eignet sich auch hervorragend für das Drehen von Videos, löst sie doch in FullHD mit 60p auf! Weitere Tests stehen aus.

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Abgerundet wird dieses Fotopaket von zahlreichen Speicherkarten, mindestens einem Ersatzakku (die Akkuleistung ist bis jetzt das einzige Manko, was hier wirklich Erwähnung finden sollte), einem kleinen Stativ und der Kompaktkamera Sony Cybershot RX100. Letztere zählt zu den Edelkompakten (lichtstarkt, geniale Bildqualität für diese Größe, …) und kann aufgrund ihrer noch „größeren Kompaktheit“ 😉 bei dynamischen Aktionen auf dem Rad oder per pedes zum Einsatz kommen. Auch mal schnell „knipsen“ ist mit ihr einfacher.

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